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19 Februar 2016 @ 19:48
Namensfindung  
Den Namen für ein zu erwartendes Baby zu finden ist manchmal nicht so einfach wie man denkt. Man selbst hat natürlich schon gewisse Vorstellungen, doch das alles muss schließlich auch in Übereinkunft mit dem Partner gebracht werden. In einer Sache waren wir uns jedoch einig, wir wollten unserem Kind keinen "beliebten" Namen geben, also einen, der jährlich in den Top 10 zu finden ist, damit es nicht mit fünf anderen aufstehen muss, wenn es in der Klasse aufgerufen wird. Einen ausgefallenen Namen wie das z.B. bei manchen Prominenten der Fall ist lehnten wir jedoch auch ab.

Wir besorgten uns schließlich verschiedene Namenslisten (diese sollten am Besten alphabetisch geordnet sein, damit man sich nicht vorher beeinflussen lässt, im Nachhinein kann man ja immer noch aussortieren) und kreuzten dann nacheinander für beide Geschlechter die Namen an, die für uns in Frage kämen, damals wussten wir noch nicht, ob wir einen Jungen oder ein Mädchen bekommen würden. Bei den männlichen Vornamen tat ich mich jedoch schwer. Während meine Freundin neben einer Reihe anderer Namen unter anderem Benjamin bevorzugte, kam für mich nur Ben in Frage, ich wollte nicht ständig die Assoziation mit Benjamin Blümchen hergestellt wissen. Auch schloss ich die Namen aus, mit denen ich in der Schule negative Verbindungen knüpfe, wer will schon sein Kind nach jemanden benennen, der einen fast ständig geärgert hat? Bei den Mädchen wiederum fallen für mich alle Namen weg, die ich näher kennengelernt habe und das sind, obwohl ich ein schüchterner Bursche bin, doch so einige. Auch die Namen der Kinder dieser Personen sind für mich tabu, selbst wenn es schöne Namen sind und mir die Entscheidung schwer fällt, doch ich möchte meine Kinder einfach nicht nach den Kindern anderer Bekanntschaften benennen.

Zum Glück wurde es ein Mädchen, so dass wir da doch mehr Auswahl hatten. Die schlußendlichen Favoriten klangen auch alle ähnlich (Sophia, Sophie, Luisa), eine Variante davon sollte es schließlich werden. Natürlich ist es schwer, keinen Allerweltsnamen zu finden, bei den beliebtesten Vornamen 2015 stehen die genannten Favoriten auch auf den Plätzen 4, 15 und 17 (Ben landete bei den Jungs übrigens auf Platz 1) und man denkt immer, die richtige Wahl getroffen zu haben (nur entscheiden sich dann anscheinend alle anderen Eltern für dasselbe), unsere fiel auf den Namen Elisa, immerhin "nur" auf Platz 44. Im Nachhinein fällt einem erst auf, wieviele andere Kinder (sei es in Zeitungen erwähnt oder durch persönlichen Kontakt hergestellt) bereits Ben oder Elisa heißen, vorher wird einem das gar nicht bewußt. Zum Glück haben wir jedoch unser Kind nicht Sophie genannt, davon gibt es nämlich schon drei in der Kitagruppe (neben einer Luise), zur Verwechslungsgefahr könnte es höchstens mit Elise aus der anderen Kitagruppe kommen.

Wenn unser nächstes Kind ein Junge wird (nein, noch gibt es diesbezüglich nichts zu berichten, nicht mal ansatzweise) habe ich auch schon den passenden Namen parat, der auch in keiner Top 50 auftaucht, dann muss ich nur noch meine Freundin davon überzeugen ;)
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